Bevor 1945 der Name des Künstlers Jean Dubuffet mit der Bezeichnung ART BRUT verbunden war, gab es mehrere Quellen, die dieser Kunstrichtung vorausgingen:
Jahre vorher suchten einige Künstler neue Wege, um sich der festgefahrenen, gängigen ästhetischen Werte zu entledigen.
Gauguin verliebte sich in die Schönheit der Südsee.
Picasso ließ sich von den eigenwilligen Werken afrikanischer Volksstämme fesseln.
Klee nahm die Ausdrucksstärke von Kinderzeichnungen ernst.

Alle diese Ausdrucksweisen hatten keine qualitative Rangordnung.
Zugrunde lagen künstlerische Wildheit, Spontaneität und Unberechenbarkeit.
Parallele Erscheinungen gab es in den Zeichnungen Geisteskranker. Die Surrealisten entdeckten die reichen künstlerischen Möglichkeiten des Unterbewußten.

Auch heute noch hat ART BRUT mit etablierter Kunst wenig zu tun.
1999 gab es in Weimar eine ART BRUT Ausstellung.
Lucienne Peiry brachte den Katalog „Die Träume der Unvernunft" heraus – Glaux Verlag, Jena.

Nur so viel:
Der Katalog bringt detaillierte und umfassende Beschreibungen der Abenteuer von ART BRUT.
Ich möchte nur eine Stelle über Dubuffet herausheben:
Sein Denken war gierig darauf, diese „rohe, warme und frischgemolkene" Kunst zu entdecken!

Lassen Sie sich verführen, einen Schluck der rohen ART BRUT Kunst zu nehmen-
Vergessen Sie für einen Augenblick
die präparierte Plastiktütenmilch des üblichen Kunstbetriebs!
Sie werden es nicht bereuen!
Meine ART BRUT-Objekte gibt es seit 20 Jahren.
Sie sind hin und wieder köstlich kitschig überzuckert.
Guten Appetit!


Käte Bolle

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Zuletzt erneuert: 16. Februar 2002